Deutsche Medien im Hass-Modus

                                                                                                                      Hannover, 06.10.2017

Deutsche Medien im Hass-Modus

Sie sind gut im Training, die deutschen Medien und ihre Journalisten. Fünf Jahre lang gegen die AfD und ein Jahr lang gegen Donald Trump tagtäglich im großen Chor gegenanschreiben und seit kurzen auch noch fast ohne Pause unisono den bösen Dieselmotor verdammen, der uns angeblich alle krank macht – so etwas übt ungemein.

Hinzu kommen jene Themen, bei denen sie gleichfalls einheitlich und kollektiv agieren dürfen, nur in die andere Richtung: Stets lobende Worte finden zur schönen und edlen Willkommenskultur für illegale Migranten, zur wunderbar gelingenden Integration kulturfremder Menschen, zur heldenhaften Rettung des Klimas durch linksgrüne Dilettanten und überhaupt zur zwingend gebotenen teuren und volatilen Energiewende.

Da ist man als windschnittiger Journalist nach einigen Jahren so geübt, dass einem die verlogenen Worthülsen und Verbalinjurien bzw. Jubelorgien schon fast von allein aus der Feder fließen oder über die Lippen strömen.

Diese Medien handeln genau nach jener vielzitierten subjektiven Erkenntnis, die vor über 200 Jahren schon der französische Imperator Napoleon äußerte: „Es gibt kein gutgläubigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden – die Deutschen glauben sie. Um einer Parole willen, die man ihnen gibt, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

Mit solchen Medien lässt es sich als Bürger in Deutschland „gut und gerne leben“! Solche Medien sind einfach Spitze in Europa und, gleichauf mit Nordkorea, sogar in der ganzen Welt! Da mag man als Bürger nicht eine Sekunde erwägen, seine Zeitungsabonnements abzubestellen oder –was ja ohnehin nicht geht – seine GEZ-Gebühren für die elektronischen Medien zu kündigen. Man ist seitens der Gutmensch-Fraktion von morgens bis abends mit Fakenews, Halblügen und Hasstiraden bis zum Überdruss versorgt. Herz, was begehrst du mehr?

Am 3. Oktober 2017, dem immer noch so genannten “Tag der deutschen Einheit“ (demnächst wird er wohl umbenannt in „Tag des Miteinander“ oder „Tag der Weltoffenheit“; das Wort „deutsch“ gehört sich ja nicht mehr), hielt Frank-Walter Steinmeier, der Bundespräsident ohne echte demokratische Legitimation (er ist bekanntlich durch eine Kungelei zweier Parteivorsitzender Bundespräsident geworden), seine erste längere Rede (die deutschen Medien nannten sie eine „große“).

Diese Rede war indes alles andere als eine intellektuelle Glanztat. Sie war vielmehr in bestimmten Passagen eine ausgesprochene Zumutung. Darin fand sich kein Wort zur nationalen Gemeinsamkeit in gleichem Recht und gleicher Freiheit, kein Lob für die Leistungen des deutschen Volkes, keine Empathie für seine Bürger. Stattdessen sprach Steinmeier unter Verfehlung des Themas „Einheit“ vom erneuten Mauerbau. Er meinte damit die Mauern, die die böse AfD und die sie unterstützenden Bürger (vor allem der östlichen Bundesländer) angeblich errichten. Zwar nannte er die Gemeinten nicht ausdrücklich beim Namen, aber es war klar, wer gemeint war. O-Ton Steinmeier:

„Ich meine die Mauern rund um die Echokammern im Internet; wo der Ton immer lauter und schriller wird und trotzdem Sprachlosigkeit um sich greift, weil wir kaum noch dieselben Nachrichten hören, Zeitungen lesen, Sendungen sehen. Und ich meine die Mauern aus Entfremdung, Enttäuschung oder Wut, die bei manchen so fest geworden sind, dass Argumente nicht mehr hindurchdringen. Hinter diesen Mauern wird tiefes Misstrauen geschürt, gegenüber der Demokratie und ihren Repräsentanten, dem sogenannten ‚Establishment‘, zu dem wahlweise jeder gezählt wird – außer den selbsternannten Kämpfern gegen das Establishment. Verstehen Sie mich richtig: Nicht alle, die sich abwenden, sind deshalb gleich Feinde der Demokratie. Aber sie alle fehlen der Demokratie. Gerade deshalb sollten wir am 3. Oktober vom 24. September nicht schweigen.“

Zu diesen Worten eines Ex-Parteifunktionärs des Establishments, der es auf wundersame Weise bis zum Staatspräsidenten gebracht hat, ist mancherlei zu sagen, was auch einen engen Bezug zu den Medien hat. Ich beschränke mich auf einige wenige Aspekte.

Die Mauern, von denen Steinmeier phantasiert, wurden nicht von der AfD (und auch nicht von den HANNOVERANERN) aufgebaut, sondern  es sind die gnadenlos hochgezogenen Mauern des primitiven Ressentiments, der Verächtlichmachung und der Ausgrenzung Andersdenkender seitens der herrschenden politischen Kaste und ihrer medialen Paladine. Das zeigt sich an vielen Beispielen spießbürgerlicher Kleingeistigkeit im Kleinen  wie im Großen:

  • man verweigert AfD-Parlamentariern den Handschlag,
  • die angeblich liberale FDP möchte nicht neben den Aussätzigen sitzen,
  • man gönnt der AfD keine öffentlichen Ämter,
  • man bedroht Gastwirte und Bürger, die AfD-Mitglieder wie ganz normale Gäste und Kunden behandeln,
  • man möchte der AfD Versammlungssäle verweigern oder blockieren,
  • man lässt die gewalttätige Antifa zu Veranstaltungen der AfD,
  • man verschweigt bewusst Verlautbarungen und Presseerklärungen der AfD,
  • in Talkshows mit dem regelmäßigen Freund-Feind-Verhältnis 1 zu 5 zu Lasten der AfD überhäuft man sie mit haltlosen Vorwürfen und schneidet ihr gern das Wort ab,
  • die SPD arbeitet teilweise mit Aufklebern wie „AfD-Wähler unerwünscht“,
  • kurz: man diskriminiert ganz einfach die Mitglieder und Wähler der AfD.

Natürlich gibt es auch Menschen mit Noblesse im Establishment, die sich an solch einem beschämenden Tun nicht beteiligen. Überwiegend aber läuft es ganz so, als hätte es das bundesdeutsche Dauerritual der sogenannten Erinnerungskultur bezüglich Zeiten massiver Diskriminierung nie gegeben! Längst existieren in Deutschland wieder massive Mauern der Unfairness und der Benachteiligung gegenüber den Kritikern der derzeitigen Politik. Und die Mauerbauer sind eben nicht die Underdogs der AfD (oder z.B. der HANNOVERANER), sondern es sind die etablierten Politiker und Medien, die Besser-Wessis und Wendehals-Ossis, die sich bräsig und skrupellos ihrer derzeitigen Macht bedienen. Es ist sozusagen ein zweiter „Antifaschistischer Schutzwall“ eines Staates, der sich in seinem Gebaren bedenklich der verflossenen DDR unseligen Angedenkens annähert. Dabei ist doch offensichtlich: Die etablierte Politik macht so schwerwiegende Fehler, dass es nun wirklich kein Wunder ist, dass sich neue Parteien formieren, die den alten Klüngel, Schlendrian und Schwindel satt haben und ihn auf demokratische Weise beenden wollen.

Die linksliberale Wochenzeitung DIE ZEIT gilt in bestimmten Kreisen noch immer als ein  Flaggschiff des Mainstream-Journalismus. Wie äußert sich das? Ein ZEIT-online-Interview vom 29. September mit einem sog. Medienexperten Martin Emmer wird durch den ZEIT-Befrager wie folgt eingeleitet: „Die Presse in Deutschland hat sich vor der Bundestagswahl intensiv mit der AfD auseinandergesetzt, um die Rechtspopulisten zu entlarven und ihren Einzug in den Bundestag zu verhindern. Am Ende hat die AfD knapp 13 Prozent der Stimmen bekommen, mehr als befürchtet. Nun sagen Politiker und Medienexperten, die Berichterstattung sei nutzlos, vielleicht sogar kontraproduktiv gewesen und habe der AfD womöglich sogar geholfen. Haben Sie einen ähnlichen Eindruck?“ [Hervorhebungen durch mich]

Die Antworten des „Medienexperten“ sind so mainstream-konform und so belanglos wie üblich, lohnen also nicht, hier wiedergegeben zu werden. Der Interview-Einstieg allerdings ist interessant und wahrlich entlarvend. Aber er entlarvt nicht die AfD, sondern nur das undemokratische, vorurteilsvolle und kollektivistische Selbstverständnis der deutschen Medien. Er straft ihre Schutzbehauptung, sie seien nicht gleichgeschaltet, eindeutig Lügen:

Die Presse in Deutschland als Gesamtheit hat sich also an der AfD abgearbeitet. Sie hat es getan, nicht um über eine Partei zu berichten, sondern um sie zu entlarven und ihren Parlamentseinzug zu verhindern! Eine Kampfpresse also, die sich einen Popanz aufgebaut hat und nun auf ihn draufhaut, als sei sie die Heilige Inquisition! Als habe sie einen göttlichen Auftrag zu erfüllen. Und sie muss das Ärgernis registrieren, dass all ihre Bemühungen nutzlos und vielleicht sogar kontraproduktiv gewesen sind.

So, wie die Merkel-Regierung, der sie willfährig dienen, sich in den letzten Jahren mehrfach einen Dreck um das Grundgesetz gekümmert hat, so scheren sich diese Medien nicht um die einschlägigen GG-Artikel 2, 3, 5 und 9, sondern spielen aus eigener Machtvollkommenheit (oder aufgrund externer verdeckter Befehle und Anweisungen?) mit missionarischem bzw. lakaienhaftem Eifer Gedankenpolizei. Ein wahrlich erbarmungswürdiges Verhalten der deutschen Medien! Kein Wunder, dass man sich unwillkürlich an Nordkorea erinnert fühlt.

Kein Wunder auch, dass der kritische Bürger, der lieber selber denkt und urteilt und betreutes Denken durch gesteuerte Medien ablehnt, jede Lust verloren hat, seine Informationen vorwiegend aus eben solchen Medien zu beziehen. Da hat Steinmeier durchaus Recht mit seiner Klage, dass „… wir kaum noch dieselben  Nachrichten hören, Zeitungen lesen, Sendungen sehen“.  Nur reflektiert er als denkfauler deutscher Durchschnittspolitiker nicht, woran das wohl liegen könnte.

Immer mehr Bürger haben die TV-Nachrichten und -Politmagazine mit ihrem unseriösen sog. Infotainment, mit ihrer plumpen oder auch unterschwelligen linksgrünen Propaganda und mit ihren einseitig gehässigen Wertungen nichtlinker Politik satt. Wertungen, die jederzeit wie Bälle zwischen Medien und Politik hin und her gespielt werden. Beispiele gefällig?

Der “Bodensatz” (W. Kretschmann) und allerlei anderes “Pack” (S. Gabriel) aus „Dunkeldeutschland“ (J. Gauck) haben also die “rechtsextreme AfD-Bande” (R. Stegner), die „Nazis im Nadelstreifen“ (H. Maas) bzw. “Brut” (C. Özdemir) bzw. die “AfD-Idioten” (nochmals Stegner) oder die “Schande für Deutschland” (M. Schulz) in den Bundestag gewählt, so dass wir jetzt „echte Nazis“ (nochmals Schulz) bzw. “einen Haufen rechtsradikaler Arschlöcher“ (SPD-MdB J. Kahrs) bzw. „Rechtspopulisten“ (alle zusammen) im Parlament haben, welche jetzt den „Wissenschaftsstandort Sachsen belasten“ (HAZ), aber nicht nur ihn.

(Wem nicht unbekannt ist, dass der stärkste Boom der östlichen Bundesländer ausgerechnet in den beiden sächsischen Metropolen Dresden und Leipzig stattfindet, der wird über diese Zweck-Horrormeldung der HAZ nur ein müdes Lächeln erübrigen.)

Viele Bürger haben auch die in fast jeder TV-Unterhaltungsproduktion – von der „Lindenstraße“ über den „Tatort“ und die „heute-show“ bis hin zu vermeintlich unpolitischen Musikshows – eingestreute Hetze gegen unbequeme und alternative rechte Parteien (meist AfD) oder Personen (US-Präsident Trump, Russland-Präsident Putin, Ungarn-MP Orbán) restlos satt. Das Unterhaltungsbedürfnis breiter Massen wird also durch die Medien offenbar gezielt und  systematisch, aber zugleich auch wie beiläufig in einer Weise missbraucht, die jeglichem journalistischen Berufsethos hohnspricht. Aus diesem tief empfundenen Überdruss resultiert zu einem erheblichen Prozentsatz das Wahlergebnis vom 24. September.

Steinmeier unterstellt in seiner Rede vom 3. Oktober, dass die von den AfD-Wählern angeblich gebauten Mauern inzwischen so dick seien, dass die frohen Botschaften des Establishments (also etwa die großartigen und erhebenden Plattitüden einer Merkel, eines Gabriel, eines Schulz oder eines Steinmeier) nicht mehr zu den verstockt hinter den Mauern hockenden Menschen durchdringen. Der Mann ist so sehr in seiner Selbstgefälligkeit befangen, dass er sich eine  demokratische Kommunikation in Gegenrichtung, also vom Volk zu den Machthabern, bei der diese auch mal ernsthaft zuhören, überhaupt gar nicht vorstellen kann. Im Gegenteil: Es werde dort hinter den Mauern der Wut nur „tiefes Misstrauen gegenüber der Demokratie und ihren Repräsentanten geschürt“. Mit anderen Worten: Dort findet durch „Demokratie-Feinde“ doch tatsächlich so etwas Unerhörtes wie Majestätsbeleidigung der Obrigkeit statt! Die sind misstrauisch gegenüber Repräsentanten der Demokratie, wo doch eigentlich grenzenloses Vertrauen angesagt wäre! Das ist ja sowas von …! Da sollte die Regierung sich doch wirklich schnellstmöglich ein neues Volk suchen! Und in der Tat: Sie ist ja mit Hilfe der von ihr geförderten Massenimmigration wirklich dabei, es zu tun. – Man fasst es nicht, dass im Jahr 2017 ein deutscher Staatspräsident und Ex-SPD-Funktionär in solchen Vorstellungen lebt.

Parallel zur ignoranten und intransigenten Politik erweist sich auch die deutsche Medienwelt als nicht lernfähig, obwohl sie sich wohl selbst als eine komplexe Volksbelehrungsanstalt versteht, die beauftragt ist, ihre unfehlbaren Botschaften täglich neu und doch immer gleich an die törichte und unwissende deutsche Plebs zu adressieren. Sie tut das ungeachtet der Tatsache, dass Bildung und Sachkenntnis der beteiligten Journalisten insgesamt zunehmend zu wünschen übrig lassen. Im Gegensatz zu einer wirklichen, seriösen Schule arbeiten diese Volkserzieher leider mit untauglichen negativen Methoden (also Tadel und Verachtung) statt mit positiven Verstärkungen (also Lob und Ermunterung). Sie buhlen geradezu um die heftigste Schmähung, die sie Teilen des Volkes antun können. Aus der Pädagogik ist jedoch bekannt, dass negative Verstärkungen nur selten zum Erfolg führen.

Die lächerlichsten Anlässe werden gesucht und gefunden, um der AfD am Zeug zu flicken. Da etwa in Münster/Westf. diese Partei mit unter 5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt erreichte, strickt die HAZ dieser westfälischen Stadt ein doppelt ganzseitiges Heldenepos ob der angeblichen Vernunft ihrer Bürger, die ein „großartiges Zeichen“ gegen „Rassismus“ und „Rechtspopulismus“ gesetzt hätten. Es scheint der HAZ gar nicht in den Sinn zu kommen, dass diese Bürger zu einem guten Teil lediglich in einem vorpolitischen Katholizismus befangen sein könnten, der sie hindert,  die bedrohlichen Krisenzeiten der Gegenwart überhaupt wahrzunehmen. Ähnlich wie das katholische Emsland noch immer märchenhafte Wahlergebnisse für die CDU generiert. Der stramme Katholizismus in Münster hat die Stadt übrigens nach 1933 keineswegs gehindert, sich nahtlos einzuordnen in die Reihen der damaligen NSDAP, wie man im Heimatmuseum der Stadt ausgiebig erfahren kann. Man war eben unpolitisch im schönen Münster. Möglicherweise hat sich daran bis heute nicht viel geändert.

Wenn die gesamte Medienmeute so etwas wie ein kollektives Ehrgefühl hätte, dann würde sie nach dem Wahlerfolg der AfD ihre Niederlage sportlich anerkennen und zu einer sachlich-kritischen Berichterstattung über diese AfD und auch über die politischen Probleme Deutschlands zurückkehren. Doch weit gefehlt. Sie steigert sich, ganz ähnlich wie sie es nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten gemacht hat, nur noch weiter in eine völlig überflüssige Hass-Hysterie hinein. Überflüssig deshalb, weil die AfD eine völlig normale und legitime demokratische Partei ist – die sich allerdings unserem Deutschland verpflichtet fühlt.

Zum Gruße

Gerhard Wruck

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